Diese Woche im Fokus:
🛟 Zu sicher ist auch ein RisikoBeim Investieren denken die meisten nur an ein Risiko: Geld zu verlieren. Dabei gibt es ein zweites: aus Angst vor Verlusten zu wenig zu investieren. CHF 500 im Monat über 20 Jahre ergeben bei angenommenen 2% Rendite rund CHF 147'000. Bei 5% wären es rund CHF 206'000. Fast CHF 59'000 Unterschied, und das nur, weil das Geld anders aufgeteilt war. Das heisst nicht: alles in Aktien und Augen zu. Denn die andere Richtung ist genauso teuer. Wer Geld in Aktien steckt, das in zwei Jahren fürs Eigenheim gebraucht wird, kann im falschen Moment zum Verkauf gezwungen sein. Dann ist der Verlust nicht mehr auf dem Papier. Die richtige Frage lautet deshalb nicht: Wie vermeide ich Risiko? Sondern: Welches Risiko kann ich tragen? Geld, das du bald brauchst, gehört sicher parkiert. Langfristiges Geld darf arbeiten. Wie viel Schwankung dazwischen zu dir passt, hängt von deinem Zeithorizont und deiner Risikofähigkeit ab. Zu wenig Risiko kostet dich Rendite. Zu viel kann dich zum falschen Zeitpunkt treffen. Beides ist vermeidbar.
🧮 Deine wichtigste offene FrageIch plane gerade die Entwicklung vom nächsten Finanz-Rechner. Statt zu raten, frage ich dich, was für dich hilfreich wäre.
🚗 Warum dein Nachbar reicher wirktDer neue Wagen. Die frisch renovierte Küche. Die Ferien auf Instagram. Von aussen sieht das nach Vermögen aus. Aber du siehst nur, was jemand ausgibt, nicht, was er besitzt. Ob der Wagen geleast oder bar bezahlt ist, erkennst du auf dem Parkplatz nicht. Ob hinter dem schönen Haus CHF 300'000 oder CHF 1'500'000 Hypothek stecken, auch nicht. Bei dir selbst passiert das Gegenteil. Du schaust aufs Bankkonto und vergisst einen Teil deines Vermögens. Pensionskasse und Säule 3a siehst du dort nicht, für deine finanzielle Situation zählen sie trotzdem. Du vergleichst also deinen unvollständigen Kontostand mit der sichtbaren Fassade der anderen. Kein besonders fairer Vergleich. Selbst Statistiken helfen nur bedingt. Beim Vermögen liegt der Schweizer Durchschnitt weit über dem Median. Sehr hohe Vermögen ziehen den Durchschnitt nach oben. Und ob CHF 300'000 viel oder wenig sind, hängt auch davon ab, ob du 30 oder 60 Jahre alt bist. Vielleicht ist dein Nachbar reicher als du. Vielleicht nicht. Von seinem Auto kannst du es jedenfalls nicht ablesen. Rechne lieber einmal sauber aus, wo du selbst stehst.
PS: Über Geld spricht man in der Schweiz nicht. Genau deshalb vergleichen sich alle mit Fassaden. In unserer Community reden wir über Zahlen statt über Autos.
Vorschau nächste Woche: Was wirklich passiert, wenn du dein Depot zu einem anderen Broker zügelst – innerhalb der Schweiz und aus dem Ausland. Bis nächste Woche! Zertifizierter Vermögensberater (IAF). Dieser Newsletter stellt keine individuelle Anlageberatung dar. |
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Ausgabe #234 Drei Dinge über Geld in drei Minuten. Diese Woche im Fokus: Guter Einkauf, falscher Zeitpunkt: warum Steuern sparen nicht reicht Die Frist nach dem Einkauf: drei Jahre ohne Kapitalbezug Nachgerechnet: PK-Einkauf mit 40 oder 58: gleicher Betrag, anderes Ergebnis 🐢 Guter Einkauf, falscher Zeitpunkt Letzte Woche habe ich dir das Thema Einkauf in die Pensionskasse versprochen. Dieser gilt oft als bester Steuertrick der Schweiz. Du zahlst CHF 20'000 ein und sparst bei 30 %...
Ausgabe #233 Drei Dinge über Geld in drei Minuten. Diese Woche im Fokus: Januar oder Dezember: Gleiche 3a, rund CHF 16'500 Unterschied. Vorsorgezahlen 2027: Neuer 3a-Betrag, neuer Dauerauftrag. Nachgerechnet: 3a-Lücke 2025: Was eine Nachzahlung steuerlich bringt. 📅 Januar oder Dezember Zwei Personen zahlen jedes Jahr CHF 7'373 in dieselbe 3a-Wertschriftenlösung ein. Ja, die Zahl ist neu. Unten mehr dazu. Gleiche Gebühren, gleiche Rendite. Nach 30 Jahren hat eine von beiden rund CHF 16'500...
Diese Woche im Fokus: 0,1% bekommen, 2% bezahlen: Was wirklich hinter der Zinsspanne steckt. Der grössere Hebel: Warum deine Geldaufteilung wichtiger ist als der letzte Zehntelprozentpunkt. Dasselbe Problem in der 3a: Wann Cash langfristig richtig teuer wird. 🏦 0,1% bekommen, 2% bezahlen Weisst du eigentlich, wie deine Bank an dir verdient? Ein grosser Teil läuft so: Du legst Geld aufs Sparkonto und bekommst dafür einen kleinen Zins. Gleichzeitig vergibt die Bank Kredite und Hypotheken und...