Januar schlägt Dezember um CHF 16'500


Ausgabe #233

Drei Dinge über Geld in drei Minuten.

Diese Woche im Fokus:

  • Januar oder Dezember: Gleiche 3a, rund CHF 16'500 Unterschied.
  • Vorsorgezahlen 2027: Neuer 3a-Betrag, neuer Dauerauftrag.
  • Nachgerechnet: 3a-Lücke 2025: Was eine Nachzahlung steuerlich bringt.

📅 Januar oder Dezember

Zwei Personen zahlen jedes Jahr CHF 7'373 in dieselbe 3a-Wertschriftenlösung ein. Ja, die Zahl ist neu. Unten mehr dazu. Gleiche Gebühren, gleiche Rendite. Nach 30 Jahren hat eine von beiden rund CHF 16'500 mehr.

Der einzige Unterschied: Sie überweist im Januar, die andere im Dezember.

Dahinter steckt kein Trick. Jede Januar-Einzahlung ist ein Jahr länger investiert. Bei angenommenen 4% Nettorendite pro Jahr werden daraus rund CHF 430'000 statt CHF 413'500. Wer monatlich einzahlt, landet etwa in der Mitte.

Garantiert ist das nicht. In einem schlechten Börsenjahr gewinnt der Dezember. Und die Rechnung gilt nur, wenn das Geld wirklich investiert ist. Auf einem 3a-Konto mit Minizins spielt der Zeitpunkt kaum eine Rolle. Welche Anbieter Wertschriften zu tiefen Gebühren führen, zeigt der Säule-3a-Vergleich.

Was ich selbst mache: Die Hälfte geht bei mir meist gleich Anfang Jahr rein, der Rest läuft per Sparplan. Rechnerisch wäre alles im Januar besser. Aber kommt unter dem Jahr ein neuer 3a-Anbieter, will ich ihn mit eigenem Geld testen, bevor ich darüber schreibe. Das ist Berufsrisiko, kein Tipp für dich.

Die Rechnung zeigt die Richtung. Perfekt muss es nicht sein. Keine Anlageempfehlung.


🔢 Vorsorgezahlen 2027

Der Bundesrat hat am 2. Oktober die AHV-Renten angepasst. Damit verschieben sich ab Januar drei Zahlen, die dich betreffen:

  • Säule 3a: Mit Pensionskasse darfst du ab nächstem Jahr CHF 7'373 einzahlen, CHF 115 mehr als bisher. Ohne Pensionskasse, typischerweise als Selbstständige, sind es 20% deines Nettoerwerbseinkommens, höchstens CHF 36'864.
  • Pensionskasse: Die Eintrittsschwelle steigt auf CHF 23'040, der Koordinationsabzug im Obligatorium auf CHF 26'880.
  • AHV: Die Maximalrente steigt auf CHF 2'560 pro Monat. Die CHF 40 mehr reichen für eine Pizza mit Getränk. In Zürich ohne Dessert.

Falls du monatlich in die 3a einzahlst: Dein Dauerauftrag ist ab Januar zu tief. Statt CHF 604.80 sind es neu CHF 614.40 pro Monat. Fünf Minuten im E-Banking, dann stimmt es wieder bis zur nächsten Anpassung.

Was der Koordinationsabzug mit deinem versicherten Lohn macht, siehst du auf deinem Vorsorgeausweis:


🧮 Nachgerechnet: 3a-Lücke 2025

Seit 2026 lassen sich verpasste 3a-Beiträge nachzahlen, erstmals für Lücken aus 2025. Hier die Rechnung dazu.

Angenommen, du hast 2025 nur CHF 4'000 statt CHF 7'258 einbezahlt. Deine Lücke: CHF 3'258. Zahlst du sie 2026 nach, ziehst du sie in der Steuererklärung 2026 ab. Bei angenommenen 25% Grenzsteuersatz sind das rund CHF 815 weniger Steuern.

Der Haken: Zuerst muss dein ordentlicher Beitrag für 2026 voll einbezahlt sein.

Eile hast du keine, nachzahlen geht bis zu zehn Jahre rückwirkend. Lücken vor 2025 bleiben aber Lücken. Ob es sich für dich lohnt, hängt von deinem Grenzsteuersatz ab und davon, ob du das Geld entbehren kannst. Wie du konkret vorgehst, steht im Beitrag zur 3a-Nachzahlung.

💵 Deal der Woche: Bei frankly, der 3a-Lösung der Zürcher Kantonalbank, investierst du dein Vorsorgegeld in Wertschriften. Neukunden erhalten mit unserem Code SCHWIIZERFRANKE einen Gebührengutschein über CHF 35, einlösbar innert 48 Stunden nach der Kontoeröffnung.

Vorschau: PK-Einkauf vor Jahresende? Drei Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du einzahlst.

Bis nächste Woche!

​Dein Eric​

Zertifizierter Vermögensberater (IAF). Dieser Newsletter stellt keine individuelle Anlageberatung dar.

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