Diese Woche im Fokus:
📍Der Punkt, ab dem es leichter wird«Die ersten hunderttausend sind die härtesten.» Den Satz kennst du vielleicht. Er stimmt, aber nicht wegen der Zahl. Der Grund ist ein Kipppunkt: der Moment, ab dem dein Depot so viel Rendite abwirft, wie du in einem Jahr selbst einzahlst. Ab da bewegt die Rendite mehr als dein Sparauftrag, und der Zinseszins (unterhaltsame Geschichte dazu) kann richtig arbeiten. Konkret: Sparst du CHF 5'000 im Jahr, ist es bei CHF 100'000 so weit. Dein Depot wirft mit angenommenen 5% dann CHF 5'000 ab, genau deine Jahres-Einzahlung. Ab da leistet dein Geld so viel wie du. Als Faustregel liegt der Punkt rund beim Zwanzigfachen deiner Sparrate. Wer CHF 12'000 spart, erreicht ihn deshalb erst bei CHF 240'000. Klingt paradox: Wer mehr spart, hat den höheren Kipppunkt. Logisch ist es trotzdem, denn die 5% müssen erst die grössere Einzahlung einholen. Ein Nachteil ist es nicht. Bei angenommenen 5% erreichst du den Punkt nach rund 14 Jahren, egal wie viel du sparst, nur eben mit mehr Vermögen. Deshalb sind die ersten Jahre zäh: Bis dahin bewegst vor allem du das Depot. Danach dreht sich das, und es wird spürbar leichter.
🧗🏻 Die Lücke, die deine Rente kürztEin einziges fehlendes AHV-Jahr kann deine Rente dauerhaft kürzen. Und viele merken es erst kurz vor der Pension. Für eine volle AHV-Rente zahlst du ab dem 1. Januar nach deinem 20. Geburtstag bis zur Pensionierung ein, das sind 44 Jahre. Pro fehlendem Beitragsjahr wird die Rente grundsätzlich um 1/44 gekürzt, also rund 2,3%. Bei der heutigen Maximalrente von rund CHF 2'520 sind das rund CHF 57 im Monat, dauerhaft. Bei vier Lückenjahren rund CHF 230. Beitragslücken entstehen zum Beispiel, wenn du als Nichterwerbstätige oder Nichterwerbstätiger deine Beiträge nicht bezahlt hast. Fehlende Beiträge kannst du grundsätzlich noch fünf Jahre nachzahlen, sofern du in dieser Zeit in der AHV versichert warst. Für ältere Lücken gelten andere Regeln. Deshalb: Bestell bei deiner Ausgleichskasse kostenlos einen Auszug aus deinem individuellen Konto und prüf, ob alle Beitragsjahre erfasst sind. Eine erste Orientierung gibt dir auch der Altersrechner.
🏠 Wie viel Miete darf's seinBeim Wohnen entscheidet sich ein grosser Teil deiner Sparquote - oft mehr als bei jedem einzelnen Spartipp. Die Faustregel ist ein Startwert, kein Gesetz. In teuren Regionen ist ein Drittel kaum zu halten. Entscheidend ist am Ende nicht die Prozentzahl, sondern was nach allen Fixkosten zum Sparen bleibt. Wer bei der Miete CHF 300 tiefer geht, hat CHF 300 mehr, jeden Monat, für 3a, Notgroschen oder ETF. Wo deine persönliche Grenze liegt, rechnest du in einer Minute aus.
Vorschau: Eine Dividende fühlt sich an wie geschenktes Geld. Ist sie aber nicht. Nächste Woche zeige ich dir, warum, und was das für deine Rendite bedeutet. Bis nächste Woche! Zertifizierter Vermögensberater (IAF). Dieser Newsletter stellt keine individuelle Anlageberatung dar. |
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Ausgabe #234 Drei Dinge über Geld in drei Minuten. Diese Woche im Fokus: Guter Einkauf, falscher Zeitpunkt: warum Steuern sparen nicht reicht Die Frist nach dem Einkauf: drei Jahre ohne Kapitalbezug Nachgerechnet: PK-Einkauf mit 40 oder 58: gleicher Betrag, anderes Ergebnis 🐢 Guter Einkauf, falscher Zeitpunkt Letzte Woche habe ich dir das Thema Einkauf in die Pensionskasse versprochen. Dieser gilt oft als bester Steuertrick der Schweiz. Du zahlst CHF 20'000 ein und sparst bei 30 %...
Ausgabe #233 Drei Dinge über Geld in drei Minuten. Diese Woche im Fokus: Januar oder Dezember: Gleiche 3a, rund CHF 16'500 Unterschied. Vorsorgezahlen 2027: Neuer 3a-Betrag, neuer Dauerauftrag. Nachgerechnet: 3a-Lücke 2025: Was eine Nachzahlung steuerlich bringt. 📅 Januar oder Dezember Zwei Personen zahlen jedes Jahr CHF 7'373 in dieselbe 3a-Wertschriftenlösung ein. Ja, die Zahl ist neu. Unten mehr dazu. Gleiche Gebühren, gleiche Rendite. Nach 30 Jahren hat eine von beiden rund CHF 16'500...
Diese Woche im Fokus: 0,1% bekommen, 2% bezahlen: Was wirklich hinter der Zinsspanne steckt. Der grössere Hebel: Warum deine Geldaufteilung wichtiger ist als der letzte Zehntelprozentpunkt. Dasselbe Problem in der 3a: Wann Cash langfristig richtig teuer wird. 🏦 0,1% bekommen, 2% bezahlen Weisst du eigentlich, wie deine Bank an dir verdient? Ein grosser Teil läuft so: Du legst Geld aufs Sparkonto und bekommst dafür einen kleinen Zins. Gleichzeitig vergibt die Bank Kredite und Hypotheken und...