Der Dollar fällt – was bleibt in deinem Depot übrig?


Diese Woche im Fokus:

  • Der MSCI World ist kein Weltindex: Warum du zu 70% in den USA investiert bist – und was du dagegen tun kannst
  • Depot beleihen – aber richtig: Der neue Lombardkredit-Vergleich ist live
  • Rebalancing: Wann eingreifen? Einmal pro Jahr reicht – ausser bei diesen Ausnahmen

💱 Der MSCI World ist kein Weltindex

Du glaubst, du investierst mit einem MSCI World international? Stimmt. Aber zu rund 70% in den USA. Das ist keine Kritik, aber etwas, das du wissen solltest.

Europa, Japan, der Rest? Zusammen weniger als ein Drittel. Wer das nicht weiss, denkt er streut breit und hält in Wirklichkeit eine massive Dollar-Wette.

Gerade jetzt spürt man das: Während ich das schreibe, kostet 1 Dollar CHF 0.79. Zum Vergleich: 1971, als der Goldstandard fiel, waren es noch CHF 4.30. Das Problem ist also strukturell, nicht zufällig – und dieser Gegenwind steckt in deiner Rendite, ob du willst oder nicht.

Meine Antwort: Einen Heimanteil im Portfolio einbauen. Der SPI läuft in Franken, ohne Währungsrisiko – und gehört historisch zu den stabilsten Märkten weltweit. Welcher ETF zu dir passt, zeigt der ETF-Ratgeber für Einsteiger. Und wenn du dein Portfolio strategisch und langfristig aufstellen möchtest, mach das am besten mit einem klaren Plan – genau den erarbeiten wir gemeinsam im FinanzFahrplan.


🏦 Depot beleihen – aber richtig

Du kennst meine Regel: Investiere nur Geld, das du langfristig nicht brauchst. Und doch gibt es Situationen, in denen ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf entsteht – und das Depot aufzulösen nicht die klügste Antwort ist.

Die Antwort könnte ein Lombardkredit sein. Manche nutzen ihn, um mit Hebel zu investieren. Davon bin ich kein Fan. Aber es gibt valide Situationen, wo er wirklich Sinn macht.

Welche das sind, welche Anbieter in der Schweiz überzeugen, wo die Unterschiede liegen – und worauf du unbedingt achten musst – habe ich im neuen Beitrag untersucht. Lies selbst, bevor du jemals einen brauchst.


⚖️ Rebalancing: Jetzt eingreifen?

Du hast deinen Plan, das Depot läuft. Für den Kern – also deine breit gestreuten ETFs – reicht ein Blick pro Jahr meist vollkommen aus.

Anders bei Satelliten wie Gold. Die sollten regelmässiger angeschaut werden, denn sie können sich stark verschieben – und entfalten ihre Wirkung im Portfolio nur, wenn du sie bewusst steuerst. Gold hat in den letzten drei Jahren rund 106% zugelegt. Wer 10% Gold hielt, sitzt heute je nach restlichem Depot unbeabsichtigt bei rund 14–15%. Wie das Core-Satellite-Prinzip dabei hilft, erklärt der Blogbeitrag.

Meine Faustregel: Kern einmal jährlich prüfen. Satelliten öfter. Und bei extremen Bewegungen wie aktuell – auch mal unterjährig reinschauen. In der Schwiizerfranke Community diskutieren wir genau solche Fragen regelmässig, schau gern vorbei.

💵Deal der Woche: Saxo Bank hat in unserem Lombardkredit-Vergleich besonders überzeugt: digitaler Antrag, kein Mindestbetrag, transparente Konditionen. Dazu gibt es gratis ETF-Käufe und CHF 200 Trading-Credits.

Vorschau: Die 4%-Regel – und warum sie für Schweizer ganz anders aussieht. Bis nächste Woche!

Dein Eric

Zertifizierter Vermögensberater (IAF). Dieser Newsletter stellt keine individuelle Anlageberatung dar.

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