7% Rendite - gilt das noch?


Diese Woche im Fokus:

  • 7% Rendite — gilt das noch?: Was Vanguard und JP Morgan für die nächsten 10 Jahre erwarten – und was das für deinen Plan heisst.
  • Physisches Gold — braucht's das wirklich?: 50'000 simulierte Schweizer Portfolios über 22 Jahre. Das Ergebnis hat sogar mich überrascht.
  • Die übersehene Rendite vom Steueramt: Wo dein Cash 2% Zins bekommt – risikofrei. Plus die Stolperfalle bei der Bundessteuer 2026.

📉 7 % Rendite – gilt das noch?

7% pro Jahr im breiten Aktienmarkt. Mit dieser Faustregel rechnen die meisten von uns – sie steckt in der Säule 3a, im ETF-Sparplan, in der Pensionsplanung.

Jetzt sagt Vanguard: Vergiss sie. Für US-Aktien erwartet einer der weltgrössten Vermögensverwalter nur noch 4 bis 5% pro Jahr. Bewertungen zu hoch, KI-Hype zu sehr eingepreist.

Doch JP Morgan widerspricht. Sie rechnen mit 6,7% für den Welt-Aktienmarkt – getragen von KI-Produktivität und höheren Margen.

Wer hat recht? Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Schweizer Aktien haben in den letzten gut 100 Jahren rund 6,8% pro Jahr gebracht (Pictet, Daten ab 1900) – fast exakt JP Morgans Schätzung. Konservativer Markt, weniger Schwankungen.

Wichtig: Die 7% waren nie ein Versprechen. Sie sind ein Durchschnitt der Vergangenheit.

Und die echte Gefahr ist nicht, ob es 5% oder 7% werden. Sondern gar nicht investiert zu sein.

Meine Meinung: Weltweit streuen, mit Schweizer Anteil – nicht nur USA. Sparrate hochschrauben statt Plan über Bord werfen.

Spiele die Annahmen selbst durch:


🥇 Physisches Gold - braucht's das wirklich?

Gold ist vielen von uns näher, als wir denken. Wer als Kind mal ein Goldvreneli geschenkt bekommen hat, kennt das Gefühl: ein Stück Metall, das sich anders anfühlt als jedes andere Geschenk.

Als Anlageklasse ist Gold aber umstritten. Für die einen Sachwert-Schutz schlechthin, für andere totes Kapital.

Meine Haltung: Gold ist kein Renditetreiber. Aber es ist auch nicht das, wofür es viele halten.

Ich habe 50'000 simulierte Schweizer Portfolios über 22 Jahre durchgerechnet – in CHF, nach Kosten. Und das Ergebnis hat mich selbst überrascht. Schon ein kleiner Goldanteil hat den maximalen Verlust in Krisen spürbar gedämpft, ohne die Rendite nennenswert zu belasten.

Die Frage ist also weniger «Gold ja oder nein», sondern wie viel und in welcher Form. Physisch? ETF? Zuhause lagern, im Bankschliessfach oder digital? Die Antworten sind in der Schweiz weniger eindeutig, als viele denken – besonders was Steuern, Versicherung und den oft übersehenen Spread angeht.

Eines vorab: Kapitalgewinne auf Gold sind für Privatpersonen steuerfrei. Aber das heisst noch lange nicht, dass jeder Weg gleich gut ist.


🏛️ Die übersehene Rendite vom Steueramt

Renditen suchen wir an der Börse. Dabei liegt eine direkt beim Kanton – risikofrei.

Wer seine Steuerrechnung frühzeitig bezahlt, kassiert Vorzugszinsen – und die schlagen die meisten Sparkonten. Zug 2,00%, mehrere Kantone (AR, AI, GL, SH, TG) 1,00%, Zürich 0,75%. Steuerfrei, ohne Risiko, einfach durch eine Überweisung mehr.

Zwei Stolperfallen: Beim Bund lohnt es nicht mehr – der Vorzugszins für die direkte Bundessteuer wurde 2026 auf 0,00% gesenkt. Und beim Kanton: nur den realistisch erwarteten Betrag einzahlen, sonst wird zurückgewiesen.

Aktien für ein Jahr? Zu volatil. Festgeld? Oft schlechter. Frühzeitig einzahlen wird massiv unterschätzt.

Die komplette Kantons-Tabelle 2026 habe ich auf LinkedIn gepostet – die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick. Vernetze dich dort gerne mit mir:

💵Deal der Woche: Willbe verschenkt 1'000x 1g Gold (Wert ca. CHF 115). So geht's: Gold-Sparplan starten, 6x ausführen, Bonus kassieren. Gültig bis 30. Juni 2026 — wer zuerst kommt, sichert sich den Platz.

Vorschau nächste Woche: PK-Vorbezug fürs Haus – und die Schweizer Klassiker-Frage, die viele falsch beantworten: direkt oder indirekt amortisieren?

Bis nächste Woche!

Dein Eric

Zertifizierter Vermögensberater (IAF). Dieser Newsletter stellt keine individuelle Anlageberatung dar.

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